Pflicht

Perfektion & Grazie

Beim Eiskunstlauf geschasst beim Rollsport noch da.

Bei dem im Eiskunstlauf abgeschafften Pflichtlaufen werden Figuren auf 6 m großen Kreisen, bzw. auf 2 m großen Schlingen vorgetragen. Die geometrischen Figuren erlauben diverse Kombinationen aus Bögen. Je nach Schwierigkeitsgrad tragen die Läufer vorwärts oder rückwärts laufend auf verschiedenen Kanten (auswärts bzw. einwärts) eine Figur (zum Beispiel Drehungen wie Dreier, Doppeldreier oder Gegendreier, Wende oder Gegenwende) in stetiger Wiederholung vor. Hierbei werden die Elemente auf den Kreisen/Schlingen gelaufen. Das Pflichtlaufen erfordert nicht nur physische Fitness und eine gute Körperbeherrschung, sondern auch eine starke Konzentration auf die Figur. Pflichtlaufen wird demnach auch oft als „Bedingung“ für das Kürlaufen betrachtet, da es grundlegende Fertigkeiten wie Kantenlaufen, aufrechte Haltung und Körperbewusstsein schult. Bei den Wettbewerben werden im Voraus vier zufällige Pflichtbögen ausgewählt, die den Läufern erst zwei bis drei Tage vor dem eigentlichen Wettbewerb mitgeteilt werden. Zuerst laufen alle teilnehmenden Läufer den ersten Bogen nacheinander vor bis das gleiche mit dem zweiten Bogen passiert. Abhängig von der Teilnehmerzahl bei den Pflichtwettbewerben, können diese zwischen 45 Minuten und 6 Stunden schwanken. Diese extrem langanhaltende Dauer stellt die Sportler vor ausgeprägte psychische Belastungen.